Aus Branchenkreisen wurde bekannt, dass die Verwertungsgesellschaften GEMA und GVL ihre Tarife zeitnah drastisch erhöhen werden und zum Teil schon erhöht haben. So beabsichtigt die GVL vorerst in manchen Bereichen eine Erhöhung/Anpassung um 100 %. Die GEMA veröffentlicht zum 1.2.2009 u.a. die neuen Vergütungssätze U-K, welche ebenfalls erhebliche Erhöhungen der Gema-Gebühren in diesem und den nächsten Jahren zur Folge haben werden.
Was sagen Sie zu der mit der Erhöhung verbundenen Belastung für veranstaltende Unternehmen? Ist diese im Sinne einer fairen Urheberbeteiligung berechtigt oder sehen Sie in der Tariferhöhung eine reine Abzocke eines Monopolisten? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Tags: GEMA, Gema-Gebühren, Gema-Tarif, Gematarif, GVL, Konzertveranstalter, neue Gema Tarife 2009, Rechtsanwalt, Urheberrecht, Urhebertantiemen
Nach meiner Auffassung darf es nicht hingenommen werden, dass GEMA (und GVL) nach Belieben zuschlagen! Bei der Verteilung und Auszahlung der Einnahmen an Urheber, läuft ja auch so manches schief. Hier sehe ich ein erhebliches Ungleichgewicht. Rimed
wenn du die GEMA und ihre dummheit hasst, leg sie doch einfach mal ein paar Wochen/ monate lahm. das ist ziemlich einfach und wird dir eine menge spass bereiten. gemäß § 10 des Urh WG sind die GEMA-Mitarbeiter VERPFLICHTET dir auskunft zu erteilen, welcher Song und welcher Interpret von der GEMA vertreten wird und welcher nicht. stell deine anfrage in vorbereitung auf eine MÖGLICHE ÖFFENTLICHE party. du möchtest natürlich nur sicher gehen, dass alles korrekt ist. die anfrage stellst du, weil die GEMA recherche auf der website leider nur auszüge anbietet. du möchtest nämlich aufgrund der GEMA Auskunft entscheiden, welche songs du spielen wirst und welche nicht.
dann sendest du eine 20 seitenlange titel und interpretenliste, am besten auf karopapier ausgedruckt per post, an die bezirksdirektion, die für deinen wohnort zuständig ist oder für geizige: eine mail mit dem anhang als unveränderbares pdf. so müssen die damen und herren nämlich alle songs u.s.w. von hand in ihren rechner hauen. und bei tausenden von titeln kann das dauern…. diesen tipp gibst du noch allen deinen freunden und die ihren freunden und dann kümmert sich da bald keiner mehr um was anderes. als mögliche titellisten eignen sich die playlists von internetradios übrigens. aber wichtig!! es muss per post oder wenigstens als unveränderbare pdf versendet werden.
reaktion auf meine erste Anfrage:
Sehr geehrte …,
ich habe Ihre 22-seitige Titelauflistung zur Prüfung an unsere Dokumentationsstelle weiter geleitet.
Sie erhalten sofort eine Auskunft, wenn mir die geprüften Unterlagen vorliegen. Ich bitte aber um etwas Geduld, da Ihre Angaben doch etwas umfangreicher sind.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Möller
Sachgebiet Mecklenburg/Vorpommern
GEMA-Bezirksdirektion Berlin
Tel.: 030 - 21292683
Fax: 030 - 21292688
http://www.gema.de
Euro Dance Center, Mendener Str. 6, 53840 Troisdorf,
02241-97 39 99 0, http://www.Euro-Dance-Center.de
Ansprechpartner:
Ian de Souza, 0171 40 31 729 oder 02241 97 39 99 0, desouza@euro-dance-center.de
Britischer Tanzlehrer:
Gegen deutsche GEMA
Troisdorf - Mit einer Petition an den Bundestag will der britische Tanzlehrer Ian de Souza eines der letzten deutschen Monopole stürzen: die Alleinstellung der Musikverwertungsgesellschaft GEMA. Er kämpft für faire Tarife auf EU-Niveau.
De Souza, seit einigen Jahren in Deutschland ansässig, Chef des Euro Dance Center in Troisdorf und der Troisdorfer Ballettschule, Vorsitzender eines Tanzsportvereins und gefragter Gasttrainer in London, schaut mit europäischen Augen auf seine neue Heimat: „Trotz der vielen Vorzüge, die Deutschland hat - in Bezug auf die GEMA kann ich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Horrende Tarife weit über der europäischen Norm und undurchschaubare Auszahlungspraktiken, diese Institution scheint außer Kontrolle geraten zu sein“, sagt er.
Nur in Deutschland gibt’s das Monopol
Zum Hintergrund: In allen Ländern zahlt jeder, der wie de Souza in seinem Geschäft öffentlich Musik abspielt, Lizenzgelder an eine Musikverwertungsgesellschaft. Nach Abzug einer Bearbeitungsgebühr geht der größte Anteil geht an die Künstler und Komponisten.
Dies scheint zumindest in Europa in allen Ländern einwandfrei zu funktionieren, „bis auf Deutschland“, sagt Ian de Souza, „wo immer noch die GEMA ein Monopol hält. Die Folgen sind absurd: Wir müssen oft mehr an die GEMA zahlen, als wir überhaupt einnehmen können. Viele Events kleiner Veranstalter oder Konzerte und Tanzabende mit niedrigen Eintrittspreisen könnten bereits nicht mehr durchgeführt werden. Von einer realistischen Kostendeckung kann keine Rede sein.“
Hohe Gebühren - wenig Geld für die Künstler
Ian de Souza ist nicht der einzige und erste, der sich gegen die GEMA auflehnt. Bei einer ehemaligen Petition haben 106.500 Mitglieder und Kunden der Gesellschaft ihre Wut zum Ausdruck gebracht und eine Reform gewünscht. Und das scheint auch im Sinne der Künstler und Musiker zu sein, die laut de Souza „dank eines merkwürdigen und undurchschaubaren Auszahlungssystems viel zu wenig von ihrem Geld sehen.“
Denn von den gezahlten Abgaben werden von der GEMA erst einmal 26 Prozent einbehalten, bevor ein Künstler überhaupt eine Cent bekommt. „Die Musikverwertungsgesellschaft PRS zum Beispiel liegt bei lediglich 14 Prozent“, so der Chef des Euro Dance Centers.
GEMA soll sich an europäisches Recht halten
War die erste Petition für eine Reform der GEMA schon erfolgreich, so geht Ian de Souza mit seinem Antrag noch weiter. Das Ziel dieser neuesten Petition im Bundestag ist: Nicht nur eine Reform, sondern die Durchführung des europäischen Rechts für die GEMA. Sprich: die Abschaffung des deutschen GEMA-Monpols, das seiner Meinung nach in Zeiten der EU nicht legal ist.
Dies würde bedeuten, dass die Gesellschaft ähnlich wie die Konkurrenten in anderen europäischen Ländern arbeiten muss, „mit korrekten, realistischen Tarifen und transparenten Auszahlungsmodalitäten“, so de Souza, der sich hier bestens auskennt: „Seit fünf Jahren zahle ich bereits einen Teil der Musik-Lizenzgebühren an eine andere europäische Gesellschaft. Ich nutze damit mein Recht als Europäischer Staatsbürger, innerhalb der EU eine Verwertungsgesellschaft meines Vertrauens zu beauftragen. Auch wenn es der GEMA nicht gefällt, denn die besteht auf ihrem Monopol.
Für die GEMA hat de Souza nur diesen Kommentar übrig: „Weltweit ist es die Aufgabe einer solchen Verwertungsgesellschaft, Musik und Kunst zu fördern. Die deutsche Gesellschaft GEMA ist bei Musiknutzern, Künstlern und Presse schon berühmt und mittlerweile international renommiert als Musik- und Kulturvernichter.“
… ganz allein gegen die GEMA?
Der Engländer hat übrigens kein Problem, als Einzelner gegen ein Monopol vorzugehen. „Es liegt in der Familie“, sagt er. Sein Großvater Frank de Souza habe vor rund 70 Jahren eine ähnliche Aktion gegen die Milchkartelle in Süd-England durchgezogen - und das mit großem Erfolg. Faire Preise für alle Beteiligten waren die Folge.
Und das ist jetzt auch das Ziel des Enkels. Ian de Souza ist der Meinung, dass für Deutschland gerade jetzt Musik, Kunst und Tanz wichtig sind: „In Krisenzeiten wie dieser können wir eine Verwertungsgesellschaft, die viele Existenzen gefährdet und sich hinter einem Monopolschutz verbirgt, absolut nicht brauchen.
Wer Ian de Souza unterstützen und mitzeichnen möchte - die GEMA-Petition ist bis zum 1. Dezember 2009 abrufbar unter
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7158
Weitere Informationen unter
http://musicgermany.wordpress.com
Ian de Souza ist unter folgenden Telefonnummern zu erreichen:
0171 40 31 729 oder 02241 97 39 99 0, desouza@euro-dance-center.de
Ja und jetzt das hier, soviel zum Thema Verteilungsgerechtigkeit:
Die deutsche Musikindustrie möchte sich auf Kosten von Künstlern und Produzenten, ein großes Stück vom GVL-Kuchen abschneiden:
http://www.mediabiz.de/musik/news/tontraegerfirmen-wollen-mehr-geld-von-gvl/281747
Bitte publizieren und Sturm laufen!